Startberatung und Prozessbegleitung für Kitas und Schulen

Gesund, lecker und abwechslungsreich soll das Essen in Kindertageseinrichtungen und Schulen sein, das gemeinsame Mittagessen den Kindern Erholung und neue Energie für den Nachmittag liefern. Doch in vielen Schulen und Kitas werden das Verpflegungsangebot, die Atmosphäre in der Mensa oder die fehlende Akzeptanz der Speisen bei den Kindern bemängelt. Es fehlt an guten Konzepten, die dauerhaft dazu beitragen, dass Kita- und Schulverpflegung gelingt.

Einrichtungen, die bei der Verbesserung ihrer Verpflegungssituation und der Entwicklung individueller Lösungskonzepte selbst aktiv werden wollen, bietet die Vernetzungsstelle fachliche Unterstützung in Form einer Startberatung oder Prozessbegleitung an. Dabei steht ein ausgewogenes Verpflegungsangebot sowie die Akzeptanz der Kita- und Schulverpflegung im Vordergrund. Fachliche Grundlage stellen der DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung und der DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder dar.

Unsere geschulten Praxisberater/-innen unterstützen Schulen und ab sofort auch Kitas bei der Entwicklung individueller Verpflegungskonzepte, bei anstehenden Entscheidungsprozessen oder der Optimierung des Angebots.

Startberatung

Im Rahmen der kostenfreien Startberatung nehmen unsere Praxisberater eine Analyse der Verpflegungssituation (Checkliste/Fragebogen) vor. In einem Erstgespräch vor Ort wird dann gemeinsam eine Auswertung vorgenommen.

Prozessbegleitung

Nach der Startberatung können Kitas und Schulen sich bei der Vernetzungsstelle bewerben und in Begleitung von unseren Praxisberater/-innen zu Good-Practice-Beispielen in der Kita- und Schulverpflegung entwickeln. Die Vernetzungsstelle finanziert die Prozessbegleitung vorbehaltlich vorhandener Mittel. Andernfalls besteht auch die Möglichkeit einer eigenfinanzierten Beteiligung der Kita bzw. Schule.

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Praxisbeispiele

Im Schuljahr 2015/2016 machten sich die ersten Schulen auf den Weg zur „Gesunden Mensa“. Schritt für Schritt begleiten unsere Praxisberater die Einrichtungen bei der Gestaltung und Optimierung der Schulverpflegung. Gestartet sind:

  • Philipp-Melanchthon-Gymnasium Bautzen

    Das Melanchthon-Gymnasium hat bereits einen ersten Schritt zur Optimierung der Schulverpflegung getan. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten am 7. Oktober 2015 im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum 5. Sächsischen Tag der Schulverpflegung vor Bürgermeister Dr. Böhmer, Vertretern des Bautzener Stadtrats und des Sächsischen Landtags ihre Ideen für eine bessere Cafeteria. Die selbst zubereiteten Snacks wie der Avocado-Gurken-Smoothie, der Tomaten-Nuss-Aufstrich auf Vollkornbrot und das vegetarische Sushi durften von allen Gästen verkostet werden.

    Die Schule, Elternvertreter und der Speisenanbieter haben einen Verpflegungsausschuss gegründet und machen sich gemeinsam mit Praxisberaterin Julia Zichner auf den Weg hin zu einer „Gesunden Mensa“. Damit der Tag auch im Nachgang noch seine Wirkung zeigt, werden alle Schülervorschläge im Verpflegungsausschuss gemeinsam mit dem Speisenanbieter aufgenommen und geprüft.

  • BIP-Kreativitätsgrundschule Leipzig

    Zur Startberatung in der BIP wurden die Speisenpläne durch Praxisberaterin Dr. Wagner analysiert und im gegründeten Verpflegungsgremium besprochen. Schwerpunkt der weiteren Prozessbegleitung wird die Elternarbeit und die Verbesserung des Kioskangebots.

  • Grund- und Oberschule Beilrode

    Gemeinsam mit dem Speisenanbieter wurden die Mittagspläne von Praxisberaterin Dr. Wagner überarbeitet. Ein Feedbacksystem zur dauerhaften Qualitätssicherung und Akzeptanzsteigerung wird derzeit erarbeitet. Auf dem Programm steht außerdem die Optimierung des Bistroangebots fürs Frühstück und Snacks am Nachmittag.

  • Oberschule Kitzscher

    In diesem Jahr  ist auch die Oberschule Kitzscher mit der Prozessbegleitung gestartet. Gemeinsam mit Praxisberater Klose soll die Akzeptanz der Verpflegung bei den Schülern verbessert werden. Dazu wird u. a. ein Schülerfragebogen erstellt, die Atmosphäre im Speiseraum verbessert und ein Salatbuffet eingerichtet. Außerdem sollen die Pausenzeiten verlängert und ein Frühstücksangebot geschaffen werden.

  • Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Zwickau

    Derzeit stehen noch zu häufig Fleisch und verarbeitete Kartoffelprodukte und zu wenig frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte auf dem Speisenplan. Dies soll sich mit Unterstützung von Praxisberaterin Sabine Hundt in Zukunft ändern. Auch auf der Agenda steht die Verlängerung der Pausenzeiten.

Wir wünschen unseren Praxisschulen weiterhin viel Erfolg und berichten für alle, die den Beispielen folgen wollen, von den nächsten Schritten auf dieser Seite.