Kitaverpflegung gemeinsam denken – Erstes Netzwerktreffen in Riesa

13. Dezember 2019

Im vergangenen Jahr konnte die Stadt Riesa gemeinsam mit der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung und den Riesaer Kitas und Schulen wichtige erste Schritte machen, um die Qualitätsentwicklung der Kita- und Schulverpflegung zu befördern.

Um die Qualität weiter zu sichern, soll nun regelmäßig ein kollegialer Austausch zwischen allen Beteiligten stattfinden. So lud die Stadt Riesa am 28. November 2019 zusammen mit der Vernetzungsstelle zum ersten gemeinsamen Netzwerktreffen zwischen allen Beteiligten in der Kitaverpflegung ein.

Erzieherinnen und Erzieher der Kitas und eines Hortes, Köchinnen und Köche, Kitaleiterinnen und Kitaleiter sowie Angela Stoye von der Stadt Riesa widmeten sich den Leitfragen „Wie kommt das Kind auf den Geschmack?“ und „Wie kann die Akzeptanz von Gemüse, Fisch und Vollkorn verbessert werden?“.

Zum Einstieg sollten die Teilnehmenden zunächst einen Blick zurück in ihre eigene Kindheit wagen. Dabei stellte sich heraus, dass Essen und Trinken in der Kita oder Schule als soziales Miteinander in einem bestimmten Rahmen für die meisten heute noch präsenter ist als die angebotenen Speisen auf dem Teller. Zum Beispiel erinnerten sich einige Teilnehmende an eine gute Atmosphäre und den Austausch mit Freunden aus den Parallelklassen. Andere erinnerten sich an lange Wartezeiten und strenge Erzieherinnen und Erzieher bzw. Lehrerinnen und Lehrer, die aufpassten, dass die Teller immer leer gegessen wurden.

Schon während des theoretischen Inputs zur Geschmacksentwicklung und dessen Einflussfaktoren bei Kindern wurde angeregt über bestimmte Situationen im Kitaalltag diskutiert. Dabei wurden Fragen aufgeworfen wie: „Was kann man den Kindern zum Vesper anbieten?“ oder „Wie kann man den Kindern das Vollkornbrot schmackhaft machen?“.

Auf „schwierige Lebensmittel“, die von Kindern tendenziell abgelehnt werden, wurde besonders eingegangen. Wiebke Helmcke, Koordinatorin des Riesaer Modellprojekts betonte, dass z. B. Fisch mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen nicht aufgrund mangelnder Akzeptanz vom Speisenplan gestrichen werden sollte. Sie erläuterte, worauf es beim Kauf von Vollkornbrot ankommt und ob tiefgekühltes oder frisches Gemüse die bessere Wahl ist.

Mit vielen neuen Ideen beschlossen die zufriedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer diese Art des Austausches fortzuführen. Im Jahr 2020 finden daher zwei weitere Netzwerktreffen der Riesaer Kitas statt.

Erinnerungskarten©SLfG

 


Kontakt:

Wiebke Helmcke, Projektkoordinatorin
Tel.: 0351 501936-62
E-Mail: helmcke@slfg.de