Deutschland – wie es isst

11. Januar 2017

Der BMEL-Ernährungsreport 2017 ist da und mit ihm ein Überblick über die Ernährungsgewohnheiten und das Konsumverhalten bei Lebensmitteln der Deutschen, wobei auch die Verpflegung in Kitas und Schulen im Fokus der Betrachtung stand.

Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine Umfrage mit 1.000 Bundesbürgerinnen und -bürgern ab 14 Jahren durchgeführt, die einige interessante Trends aufzeigt.

So soll das Essen lecker und gesund sein, aber auch schnell zubereitet. Die Bereitschaft, selbst zu kochen, nimmt weiter ab. Statt in der Kantine zu essen, wird lieber Essen von zu Hause mitgenommen. Beim Einkauf wird auf Regionalität und Siegel geachtet. Lebensmittel, denen angebliche Gesundheitsvorteile nachgesagt werden, die sogenannten Superfoods, werden als kurzlebige Trendprodukte betrachtet, wobei die Nachfrage nach veganer, laktose- und glutenfreier Kost als langfristig angesehen werden kann. Informationen über Produkte werden nicht nur vor Ort, sondern auch im Internet recherchiert. Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird von vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht mehr als Anlass zum Entsorgen der Lebensmittel herangezogen, sondern zum Überprüfen, ob diese noch genießbar sind oder nicht. Das Tierwohl ist den Konsumenten in der Regel sehr wichtig, viele Deutsche wären sogar bereit, mehr Geld für Produkte auszugeben, wenn dies mehr Tierwohl bedeutete.

Bezüglich einer besseren Verpflegung in Kitas und Schulen herrscht weitestgehend Konsens. So wünschen sich 90 % der Befragten verbindliche Standards für die Qualität der Kita- und Schulverpflegung. Auch die Forderung nach einem eigenen Schulfach mit dem Schwerpunkt Ernährung wird von der Mehrheit der Deutschen befürwortet.

Den ausführlichen BMEL-Ernährungsreport gibt es >>HIER<<.