Projektauftakt der "Zukunftswerkstatt Schule" in Hartha und Chemnitz

21. Juni 2018

Im Rahmen des neuen, grenzüberschreitenden Projekts „Zukunftswerkstatt Schule: Nachhaltige, verlustarme sowie gesunde Ernährung in Deutschland und Tschechien verstehen und umsetzen“ begleitet die SLfG Schülerinnen und Schüler sowie das Küchenpersonal des Caterers bzw. der Schulküche in sächsischen und tschechischen Modellschulen im Hinblick auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln. Die Partizipation der Schülerinnen und Schüler stellt die Basis des Vorhabens dar.

Ziel ist es, die Wertschätzung für Lebensmittel zu erhöhen, ein Verständnis für übergeordnete Zusammenhänge einer nachhaltigen und gesunden Ernährung zu gewinnen sowie durch eine stärkere Schülermitwirkung eine gesunde und nachhaltige Schule zu gestalten.

Zwei Schulen (von drei Modellschulen) haben schon mit dem Projektauftakt begonnen – dazu unsere folgenden Berichte:

Aktionstag am Martin-Luther-Gymnasium in Hartha

Das Martin-Luther-Gymnasium in Hartha lud am 31. Mai 2018 im Rahmen der Europäischen Nachhaltigkeitswoche zu einem Aktionstag ein.

Am Aktionstag in Hartha wurden durch zwei Mitarbeiterinnen der SLfG die Lebensmittelabfälle in der Mensa gemessen – die Schüler somit für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln sensibilisiert. Des Weiteren fand eine kleine Befragung zum Schulessen statt.

Lebensmittelabfallmessung in Hartha©SLfG

Projektauftakttermin an der Annenschule in Chemnitz

Die Schulleitung der Annenschule in Chemnitz und der Caterer DLS hatten zu einem Projektauftakt-termin am 12. Juni eingeladen.

Der Schwerpunkt lag an diesem Tag in der Schulküche. Besonders die Absprache mit dem Caterer DLS war notwendig, um über das mögliche Vorgehen bei der Abfallmessung in der Schulküche zu sprechen sowie den Zeitraum der 1. Messung festzulegen. Auch der Träger der Einrichtung konnte sich vor Ort ein Bild vom Projektvorhaben machen. Als Vertreter der Stadt Chemnitz waren Frau Spindler, Kinder- und Jugendbeauftragte, sowie Herr Karl, Gesundheitsberater (Gesundheitsamt) zu Gast.

Des Weiteren wurden die Schülerinnen und Schüler über einen durchsichtigen Eimer auf die Tellerreste aufmerksam gemacht und nahmen an einer kleinen Befragung zum Schulessen teil.

kleine Schülerbefragung an der Annenschule©SLfG

 

Claudia Pfau, Projektkoordinatorin bei der SLfG, stimmte die jetzigen 7. Klassen schon auf das Projekt ein und gab eine kleine Einführung ins Thema. Pro Klasse wurden je 35 Minuten des „Blauen Bandes“ (Rhythmisierung und Mittagsstunde in der Annenschule) an diesem Tag wie folgt genutzt:

Kennenlernen/Aufwärmung (10 min): Den Schülern wurden nacheinander sechs Fragen zum (Ernährungs-)Verhalten gestellt (z. B. „Ich esse jeden Tag zu bestimmten Uhrzeiten.“). Sie sollten sich zu jeder Frage (räumlich) positionieren. Dazu wurde im Raum ein fiktives Kontinuum zwischen „Das stimmt ganz“ und „Das stimmt gar nicht“ eingerichtet.

Modell-Warenkorb (20 min): Es wurden Gruppen gebildet, jede Schülergruppe erhielt ein Lebensmittel-Quartett (z. B.: Apfel vs. Banane, Reis vs. Brot, Schweinefleisch vs. Tofu), welches sie untereinander vergleichen sollten, indem der Transportweg oder der virtuelle Wasserverbrauch geschätzt wurden. Über die Spielkarten konnte somit kurz auf den ökologischen „Fußabdruck“ von Lebensmitteln eingegangen werden.

Ökobilanz Apfel vs. Banane©SLfG

 

Im nächsten Schritt soll ein Workshop mit den Pädagogen stattfinden. In diesem wird bereits bestehendes Unterrichtsmaterial zum Thema ‚Nachhaltige Ernährung‘ vorgestellt. Die Pädagogen können anhand des Materials geeignete Themenfelder und Methoden für die Schülerinnen und Schüler auswählen. Anhand der erarbeiten Ergebnisse aus dem Workshop erfolgt die Materialkonzeption für den Unterricht in der Zukunftswerkstatt Schule über die Sommerferien.

 

weitere Infos zum Projekt >>HIER<<

 


Kontakt:

Claudia Pfau, Projektkoordination
Tel.: 0351 501936-82
E-Mail: pfau@slfg.de