Zufrieden mit dem Kita- und Schulessen? Befragungen zur Erzieher- und Schülerzufriedenheit in Riesa

21. Juni 2018

Im Riesaer Modellprojekt zur Qualitätssicherung in der Kita- und Schulverpflegung stand die Zufriedenheit mit dem Schul- und Kitaessen im Fokus der letzten Wochen. Dazu wurden verschiedene Erhebungsinstrumente angewandt, die auch anderen sächsischen Kitas und Schulen künftig zur Qualitätssicherung zur Verfügung stehen sollen. Die ersten Fragebögen sind bereits jetzt in der neuen „Werkzeugkiste“ auf der Website der Vernetzungsstelle zu finden.

Schülerbefragung an der Oberschule „Am Sportzentrum“

In einer Befragung der Schüler und Schülerinnen der Oberschule „Am Sportzentrum“ ging es um das Speisenangebot, die Sensorik des Mittagessens und die Essatmosphäre im Speiseraum. Auch die Gründe für die Nichtteilnahme am Schulessen wurden erfasst. Die Erstellung der Fragebögen sowie die Durchführung und Auswertung der Befragung wurden gemeinsam in der Schulessen-AG abgestimmt. Die hohe Rücklaufquote von 98 % spricht für diese partizipative Vorgehensweise, die einen wichtigen Grundstein im Projekt darstellt.

Mit einer durchschnittlichen Schulnote von 2,6 für das Mittagessen in der Gesamtbewertung kann auch Speisenanbieter Gastroservice Selle GmbH ganz zufrieden sein, der seine Ideen ebenfalls in die Schulessen-AG einbringen konnte. Auch die Essenausgabekräfte Frau Becker und Frau Schmidt können sich über ein positives Feedback der Schüler und Schülerinnen in der Kategorie Personalfreundlichkeit freuen. Weniger zufrieden sind die Essensteilnehmer und Nicht-Essensteilnehmer mit den langen Warteschlangen und kurzen Essenszeiten in der Mittagspause. Ein Problem, das auch vielen anderen Schulen bekannt sein dürfte. 63 % der Befragten in der Oberschule „Am Sportzentrum“ gaben an, dass sie häufig zu lange an der Essensausgabe warten müssten. Schulleiter Weigl hat mit diesem Ergebnis gerechnet. Aus seiner Sicht wäre eine Verlängerung der Pausenzeiten durchaus möglich. „Jedoch würde dies eine Verlängerung des Schultages bedeuten, die nicht alle Verantwortlichen wünschen“, so Weigl. Ein erster Lösungsansatz, der nun in der AG diskutiert wird, ist die Organisation versetzter Anstehzeiten. Wenn ein Teil der Klassen 10 Minuten später im Speiseraum erscheint, könne zumindest der große Andrang aus der Essenausgabe etwas entzerrt werden.

Elternbefragung in Riesaer Kitas

In drei Kindertageseinrichtungen wird hingegen derzeit die Zufriedenheit der Eltern mit der Kita-Verpflegung erfasst. Die Fragebögen dazu wurden bereits erstellt und in der Kitaessen-AG diskutiert. Darüber hinaus haben die Kita-Leiterinnen gemeinsam mit der Küchenleiterin, Frau Kluge, beschlossen, ein regelmäßiges Feedback zum Essen durch die Erzieher einzuholen. Um den Zeitaufwand dafür im Rahmen zu halten, wurde ein kleiner Fragebogen im Postkartenformat entworfen, der täglich in den Kita-Gruppen ausgefüllt wird. Ein Feedback dazu gibt es Ende August, wenn auch die Elternbefragungen abgeschlossen sind.

Elternbefragung in der Förderschule Lichtblick

Auch in der Förderschule Lichtblick entschied sich Schulleiter Herr Wippich dafür, die Eltern mit ins Boot zu holen und zur Zufriedenheit mit dem Mittagessen zu befragen. Die Auswertung am runden Tisch steht noch aus. Darüber hinaus haben auch die Schüler ihr Essen bewertet und ihrem Speisenanbieter mitgeteilt, was sie sich zukünftig für ihr Schulessen wünschen. So standen natürlich „häufiger Desserts“ aber auch „frische Kräuter“ auf der Wunschliste.

Hier geht’s zur Werkzeugkiste.

Mehr über das Modellprojekt zur Qualitätssicherung in der Kita- und Schulverpflegung

Kontakt:

Wiebke Helmcke, Projektkoordinatorin
Tel.: 0351 501936-62
E-Mail: helmcke@slfg.de