Zukunftswerkstatt Schulmensa: Entwicklung und Erprobung eines Planspiels

Im Zeitraum 2021-2022 nimmt die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in Sachsen mit der „Entwicklung und Erprobung eines Planspiels zur partizipativen Qualitätsentwicklung einer gesundheitsfördernden und nachhaltigen Schulverpflegung in weiterführenden Schulen“ ein neues Projekt auf ihre Agenda. Mit dem Planspiel „Zukunftswerkstatt Schulmensa“ soll ein passendes Instrument geschaffen werden, um den Qualitätsentwicklungsprozess an weiterführenden Schulen unter Einbezug der Schülerinnen und Schüler anzustoßen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist von der Spiel-Idee überzeugt und fördert das Projekt mit über 263.000 Euro für die nächsten zwei Jahre. Die Förderurkunde hat der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Joachim Fuchtel, am 20.04.2021 im Rahmen einer Videokonferenz übergeben. Lesen Sie mehr dazu in unserem Beitrag vom 21. April 2021.


Hintergrund und Ziel des Spiels

Die Idee des Planspiels ist es, mit einem spielerischen und pädagogischen Ansatz, Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung der Schulverpflegung zu beteiligen und für eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Verpflegung zu begeistern. Gerade in den weiterführenden Schulen verlieren Jugendliche oftmals das Interesse am Schulessen. Die Zahl der Essensteilnehmer*innen nimmt mit steigendem Alter ab. Ein partizipativer Prozess der Qualitätsentwicklung kann zur Akzeptanzsteigerung beitragen. Insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte verbirgt sich zudem ein großes Potential unter den jüngeren Menschen, das auch für die Schulverpflegung genutzt werden sollte.

Bisher existieren zwar Instrumente und Handlungsempfehlungen zur Gestaltung der Qualitätsentwicklung jedoch kaum Formate zur Erzeugung der erforderlichen Motivation. Gerade zu Beginn der Qualitätsentwicklung ist diese aber dringend erforderlich. Das Planspiel bietet eine Chance, das Interesse und Engagement der Beteiligten zur gemeinsamen Gestaltung solch eines Prozesses zu erzeugen oder zu bestärken. Die Methode ermöglicht zudem die Integration in den Schulalltag bzw. vorhandene Gremien/Veranstaltungsformate (z. B. Projekttage).

Für den nötigen Spielspaß sorgt ein Mix aus analogen und digitalen Spielelementen, die das Interesse der Schüler*innen wecken. Die Ergebnisse und Erkenntnisse, die sich aus dem Spiel ergeben, legen den Grundstein für den weiteren Prozess der Qualitätsentwicklung.

Spielentwicklung

Von der Spielidee bis zum fertigen Spiel durchläuft die Vernetzungsstelle gemeinsam mit der Agentur visionYOU die verschiedenen Entwicklungsphasen:

  • Planung und Konzeption des Planspiels, Konzeptevaluation (Januar – September 2021)
  • Entwicklung und Erprobung des Planspiels in Modellschulen (Oktober 2021 – Mai 2022)
  • Produktion des Planspiels und begleitender Materialien (Juni – September 2022)
  • Reflexionstreffen mit Modellschulen und Spielpremiere mit Produktion eines Erklärfilms (Oktober – Dezember 2022)

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg unterstützt das Projekt mit einer Konzept- und Wirkungsevaluation.

 


Kontakt:

Manuela Sorg, Projektleiterin, sorg@slfg.de

Wiebke Helmcke, Projektkoordinatorin, helmcke@slfg.de

Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Sachsen
c/o Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V.